Wiener Flair bei Paralympics

Am vergangenen Sonntag gingen in Rio de Janeiro die XV. Paralympischen Spiele 2016 mit einem spektakulären Feuerwerk im Maracanã Stadium zu Ende. Österreich war zwar mit 27 Sportlerinnen und Sportler würdig vertreten, allerdings in keinen der beiden Sparten des Fußballsports, also 5-a-side für Blinde und 7-a-side für CP-Sportler.

Nichtsdestotrotz war ein Wiener Flair in den beiden Paralympischen Turnieren der brasilianischen Metropole zu spüren. Turniersieger und somit dreifacher Goldmedaillen-Gewinner Ukraine, wurde in Rio nicht nur von der in Wien lebenden Team Managerin Karina Matiazh begleitet, sie absolvierten auch ihr Abschlusstrainingslager diesen Sommer in der rot-weiß-roten Hauptstadt. Hierbei wurden auch 3 Testspiele gegen die youngCaritas Käfig League, dem Special Needs Team von Rapid Wien und den Währinger Park Allstars bestritten, die allesamt deutlich gewonnen wurden.
Ukraine in Wien 2016

Die Schowto-blakytni (Gelb-Blauen) starteten in Rio fulminant und schossen Irland gleich mit 5 zu 0 vom Platz. Die beiden anschließenden Gruppenspiele gingen wesentlich knapper aus. Sowohl Großbritannien als auch Turnier-Mitfavorit und Gastgeber Brasilien wurden mit 2 zu 1 besiegt und sie zogen als Gruppensieger in die K.o.-Phase. Im Semifinale wurde, den in Österreich auch bekannten Niederländern, eine 4 zu1 Packung eingeschenkt. Das große Finale gegen London 2012-Bronzemedaillist Iran konnte erst in der Verlängerung mit 2 zu 1 gewonnen werden. Die Ukraine ist mit diesem Turniersieg nun die erfolgreichste Nation im CP-Fußball (3x Gold und 2x Silber) aller Zeiten.

Hier kann das Finale in voller Länge nochmals gesehen werden:

Der Blindenfussball-Bewerb hatte ebenfalls viel Wien-Bezug vorzuweisen. Zwei der Hauptakteure des nun vierfachen Paralympic-Champs im B1-Fußball Brasilien, Cássio Reis und Superstar Jefinho, sind große Unterstützer der Entwicklung des Österreichischen Blindenfußballs. So waren mit ihrem Klub ICB Bahia schon drei Mal in Wien (2103, 2014 und 2015) und hielten dabei jeweils Camps für unsere Sportlerinnen und Sportlern ab.

gruppenbild

Brasilien, das seit der Einführung der Sportart in Athen 2004, bei Paralympics noch ungeschlagen ist, bestritt ein perfektes Turnier. Mit Siegen gegen Marokko (3 zu 1 mit einem Tor von Jefinho), Türkey (2 zu 0 mit einem Tor von Cássio) und einem 0 zu 0 Unentschieden sicherte man sich den Gruppensieg. Im Semifinale zwang Jefinho mit seinen beiden Toren China in die Knie (2 zu 1 nach 1 zu 0 Rückstand) und im Finale gewann man gegen den Iran mit 1 zu 0.

Auch dieses Spiel kann in voller Länge nochmals geschaut werden:

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