Im Zeichen des Respekts

DerbyIn der Osterwoche fand in Hütteldorf ein historisches Spiel zwischen dem Special Needs Team vom SK Rapid gegen den Special Violets der Wiener Austria statt. Dieses allererste Derby im Behindertenfußball stand im Zeichen des gegenseitigen Respekts und Fair Play. Die Spieler, die sich aus ihren Behindertensportvereinen ja gut kennen, sogar befreundet sind, eiferten der Derby-Premiere mit großer Vorfreude entgegen.

Gespielt wurde auf West 1, wie gewohnt im 5er und im 7er Fußball. Den Ankick machten die Jungs im 4+1. Hier entwickelte sich ein rasantes und spannendes Spiel, bei der die Führung  ganze vier Mal im Laufe der Partie wechselte. Die Austria legte vor (Bektas, 3.), Rapid legte nach (Gurmann, 6.) und ging in Führung (Leisch, 15). Die Austria glich vor der Pause noch wieder aus (Babic, 18.), um anschließend gleich nach Wiederbeginn in Führung zu gehen (Schwarz, 22.), bevor dasselbe Spielchen wieder in Grün-weiß geschah (Leitgeb, 26 und Gurmann, 30.). Am Ende egalisierten die Veilchen diese tolle Partie, die sich keinen Sieger verdient hatte(Mohamed, 36.). 4 zu 4 lautete der Enstand.

In der darauffolgenden Partie im 7er Fußball ging es, obwohl in einem wesentlich höheren Tempo, in der gleichen Tonart weiter. Die Violetten legten vor (Seker, 6.), die Grünen zogen nach (Milekic, 22.). 1 zu 1 Halbzeitstand. Nach der Pause erlebten die Veilchen einen sagenhaften Abend, an dem ihnen ziemlich alles gelungen ist. 3 Tore in den ersten 10 Minuten des zweiten Durchganges zerbracht den Spielfluss der Gastgeber (Öz, 31.; Seker, 33. und Achassov, 39.), die danach nie mehr in die Partie zurück fanden. Die beiden weiteren Treffer der Austria (Öz, 51. und Acar 60.) waren eine aus grün-weißer Sicht bittere Ergebniskosmetik. Die Special Violets feierten im ersten Aufeinander treffen einen souveränen 6 zu 1 Sieg.

Nichtsdestotrotz war an diesem Tag, an dem die Fußballwelt durch den Anschlag auf den Borussia Dortmund Bus in der Champions League erschüttert, das Ergebnis zweitrangig. Der Sport und die beeindruckenden Leistungen der gehandicapten Fußballer standen am jenem Tag klar im Mittelpunkt und die etwa 200 anwesenden Zuschauer zollten beiden Teams mit lautstarkem Beifall Tribut.

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