Fußball für Gehörlose

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Trotz ihrer körperlichen Unversehrtheit besteht für Gehörlose keine Chancengleichheit im Wettkampf mit Hörenden, unter anderem deshalb, weil der Hörschaden Einfluss auf das Erlernen von Bewegungsformen hat, da man aufgrund akustischer Eindrücke auch Informationen über die Beschaffenheit des Bodens, den Schnitt des Balles, die Nähe eines Mit- bzw. Gegenspieles erhält. Sportbetätigung in der Schicksalsgemeinschaft löst die Gehörlosen aus der Isolation, gibt ihnen Lebensfreude und stärkt das Selbstbewusstsein. Der Sport bildet eine umfassende Lebenshilfe in jeder Beziehung. Umso wichtiger sind für Gehörlose im Besonderen – wie für Behinderte im Allgemeinen – Maßnahmen zur sozialen Integration; und hier kommt dem Sport besonders große Bedeutung zu.

Der erste Dachverband Österreichs wurde durch Hrn. Heinrich Prochazka, später langjähriger Präsident, mit seinem Vorstand am 1. März 1931 unter den Namen „Hauptverband für Gehörlosen-Sport in Österreich“ gegründet. Heute trägt der Verein „Österreichischer Gehörlosen Sportverband“ seinen Namen seit 31 Jahren, somit die längste Zeit seines Bestehens.

In der höchsten österreichischen Spielklasse kämpfen 5 Teams um den Meistertitel im Gehörlosenfußball. In den Winterpausen befinden sich die Kicker der höchsten Spielklasse in einem jährlich stattfindenden Trainingslager, um sich auf internationale Spiele vorzubereiten, und in den Sommerpausen fighten viele Mannschaften um den Cupsieg.

Im Winter gibt es außerdem noch eine Futsal – Österreich Meisterschaft. Das österreichische Gehörlosennationalteam kämpft regelmäßig in Qualifikationsspielen um die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft, und bei den „Sommer Deaflympics“ (Gehörlosensommerolympiade) machen die österreichischen Nationalspieler auch keine schlechte Figur.

Quelle: www.oefb.at

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