Das ewige Duell

img_20161105_120248910_hdrIm Zuge des erstmaligen Probetrainings der Special Ravens der Wiener Viktoria fand ein Match- in  gewohntem Modus 7a-Side- zwischen dem CP-Nationalteam und dem Special Needs Team des SK Rapid Wien statt.

Die ersatzgeschwächten Hütteldorfer mussten einige Spieler aufgrund von Parallelveranstaltungen in den Bereichen Sehbehinderten-Futsal und ÖM Gehörlosen vorgeben. Ebenso wurden gleich 4 Rapidler ins CP-Nationalteam von Trainer Wolfgang Hartweger, die in Bestbesetzung antraten, einberufen.

Das Special Needs Team überzeugte in den ersten Spielminuten mit Präsenz in der gegnerischen Hälfte, konnten jedoch keine zwingenden Chancen heraus spielen. Durch einen Ballverlust knapp vor dem 16-Meter-Raum des CP-Tormanns Claus Hollmann leitete Peter Dostal den blitzschnellen Konter ein, den Erich Krell trocken zu Ende spielte. 1:0 für Österreich.

Rapid ließ sich nicht verunsichern und machte weiterhin Druck, doch nahezu alle Schüsse wurden pariert. Nach einer sehenswerten Einzelaktion von Marko Milekic folgte mit einem satten Schuss aus dem Halbfeld der Ausgleichstreffer.

Tief in der eigenen Spielhälfte warteten die Spieler des CP-Teams geduldig auf ihre Chancen. Erneut sorgte ein einfacher Ballverlust der Hütteldorfer für einen Konter. Wie beim 1:0 waren wieder die Akteure Dostal und Krell die Beteiligten. Auch diesmal hatte Michael Wondre im Gehäuse von Rapid keine Abwehrmöglichkeit gegen einen präzisen Schuss des Stürmers.

Die Rapid-Spieler konnten die Anweisungen der Trainer nicht umsetzen und so dauerte es nur fünf Minuten bis zum 3:1. Ein schlecht in den Rücken der Angreifer gespielte Eckball ermöglichte den nächsten Vorstoß (Krell).

Immer wieder prüften die Rapidler mit Schüssen den gegnerischen Tormann, doch Claus Hollmann parierte Einen nach dem Anderen.

Nach 25 Minuten war Halbzeit.

Lediglich zwei Minuten nach Wiederanpfiff löste sich Krell von seinem beauftragten Bewacher und überlief erneut die komplette Rapid-Abwehr. 4:1.

Nach einer fahrlässig gespielten Eckballvariante konnte diesmal der 4-fache Torschütze bei einem Konterversuch in Zaum gehalten werden, doch Dostal setze sich im Laufduell mit Gurmann durch und erzielte den 5. Treffer für Österreich.

In Minute 36 netzte Erich Krell erneut.  Zögerliches Attackieren ermöglichte nach einem Hacken die Schussmöglichkeit. Doch selbst nach einem  6:1 Rückstand versuchten es die Hütteldorfer weiter und wurden mit dem Anschlusstreffer belohnt. Nach einem schönen Pass zur Mitte stoppte sich Ramy Nasr das Leder und schob es ins Tor. Der Assistgeber, Marko Milekic, sorgte in Minute 41 mit einer Einzelaktion für das 6:3.

Das Special Needs Team schöpfte kurz vor Ende der Partie neue Hoffnung. Wie über weite Strecken des Matches stellte sich aber die gut organisierte Abwehr des CP-Teams kompakt gegen die Offensive der Rapidler und ließ kaum Chancen zu. Doch hie und da konnten Schüsse die Defensive durchdringen und so verwertete Lukas Scharmer nach einem abgewehrten Ball aus kurzer Distanz.

In der Nachspielzeit konnte Ali Khalaji, Hartwegers Abwehrchef,  die kraftlosen und erschöpften Hütteldorfer noch einmal austanzen und setze den Schlusspunkt des Matches indem er den Ball unhaltbar ins lange Eck spitzelte.

Kader:

Rapid: Wondre – Gurmann, Krnjeta – Scharmer, Milekic, Leisch – Müller sowie Kornberger, Nasr, Steinwender und Schäfer. Trainerteam: Heger, Sochor.

CP-Nationalteam: Hollmann (Gruber) – Brandel, Khalaji, Scharf (Kanil) – Dostal, Krell – Jellaj (Leitgeb). Trainerteam: Hartweger, Ertler.

 

Text: Heger

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