Anstoß für das Nationalteam im Futsal für Sehbehinderte

Fußball für Sehbehinderte ist die neueste Sportart im österreichischen Behindertensport. Genau genommen handelt es sich um ein Futsal-Projekt für Spieler mit Sehbeeinträchtigung der Abteilung  für Blinden- und Sehbehindertensport im Österreichischen Behindertensportverband.

Futsal ist die einzige von der FIFA anerkannte Variante des Hallenfußballs. Das Spielfeld wird lediglich durch Linien begrenzt, es gibt keine Banden und der Ball ist etwas schwerer und sprungreduzierter. Futsal ist auf Grund dieser Rahmenbedingungen, sowie der stabilen Lichtverhältnisse, die normalerweise in einer Halle herrschen, optimal für Spieler mit Seheinschränkungen.

Die Sportart wurde als Pilotprojekt in Wien im September 2012 vorgestellt. Seither nehmen über 30 Spieler aus allen Bundesländern an den regelmäßigen Trainings und Veranstaltungen teil. Weiterer Zulauf wird erwartet.

Auch einige Trainingsspiele gegen „sehende“ Teams wurden bestritten, doch ist es vor allem für die Spieler mit niedrigerem Sehvermögen ganz schwer das Tempo mitzugehen. Der legitime Wunsch, sich mit Spielern mit denselben Beeinträchtigungen zu messen, wird mit den wachsenden Teilnehmerzahlen immer größer.

Die Ausschreibung des Weltverbandes für Blinden- und Sehbehindertensport (IBSA – International Blind Sports Association)  zur Weltmeisterschaft im Sehbehinderten-Futsal 2015 in Südkorea, kam genau rechtzeitig, um dem Projekt einen zusätzlichen Ansporn zu geben.

Die ersten Schritte zur Zusammenstellung eines Nationalteams wurden in Angriff genommen und der  vielleicht Wichtigste davon, wurde bereits getätigt. Vom mehrmaligen Meister der ÖFB Futsal-Liga, dem 1. FC Murexin Allstar Wiener Neustadt, konnte Meistertrainer Rene Gaida als Nationaltrainer gewonnen werden!

Gaida ist einer der Pioniere des Futsalsports in Österreich und ist einer der Hauptverantwortlichen für die Entstehung der Futsal Liga in Österreich überhaupt. Nun steht ein neues Pionierprojekt an und laut ihm: „Eine sehr reizvolle aber auch interessante Aufgabe. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung. Die Burschen sind sehr lernwillig und engagiert. Darum habe ich auch zugesagt!“

Er nahm schon an einigen Veranstaltungen des Sehbehindertenfußballs teil und kennt dadurch auch  viele der Spieler und die Herausforderung und Spezialität bezugnehmend auf die unterschiedlichsten Sehbeeinträchtigungen. „Die Schwere der Aufgabe ist mir bewusst. Aber ich mag solche Herausforderungen. Im Endeffekt ist es eine Win-Win-Situation. Sie können von mir lernen, aber ich auch von ihnen. Gemeinsam können wir viel erreichen!“ fügt er noch hin zu.

Es laufen nun die Planungen für die erste Einberufung und das erste Trainingslager des Nationalteams.

mehralsfussball.at wünscht dem Trainer und dem Team alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

Mehr zur Person Rene Gaida finden Sie hier.

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